Friedrich Lötz

Geb. 13.12.1969

seit 16.02.2001 mit Sabine verheiratet.

 

Ich bin mit Hunden der unterschiedlichsten Rassen aufgewachsen und mein Kindertraum war immer, einmal selbst züchten zu dürfen.
Meine Frau, die ihre Katzen in unsere Verbindung mitgebracht hatte, konnte ich lange Zeit nicht davon überzeugen, einen Hund zu uns zu holen.

Vor einigen Jahren hatten wir für einige Monate einen Gasthund bei uns, einen Samojeden, der schon älter war. So konnte meine Frau sich einmal ein bisschen mit dem Gedanken auseinandersetzten, vielleicht doch einen Hund im Haus zu haben.

Es dauerte jedoch ganze 13 Jahre, bis sie ihr erstes o.k. dazu gab.

Es gab natürlich ein paar Bedingungen: der Hund sollte nicht ständig hinter uns herlaufen, er sollte etwas selbständig denken und er sollte eine gewisse Größe aufweisen.

Um auch den richtigen Hund für uns auszusuchen, begann ich mich intensiv mit vielen verschiedenen Rassen auseinanderzusetzen, bis ich nach einiger Zeit auf den Akita Inu stieß.
   Als ich diese Hunderasse meiner Frau vorstellte, war sie total begeistert und so durchsuchte ich das Internet nach Akita Züchtern. Ich fand unseren Züchter, der in Österreich als einziger für mich in Frage kam und kontaktierte ihn.
   Jeder der sich einmal mit Akitas auseinander gesetzt hat weiß nun dass Kurt Zeilinger der Züchter war.
Wir durften ihn ein Jahr lang fast jedes Wochenende besuchen, um mit ihm und seinen Hunden spazieren zu gehen und erfuhren aus seiner 30 jährigen Zuchterfahrung unglaublich viel.
   Als nach diesem Jahr Shira ihren Wurf hatte, durften wir Emiko vom Urteilskreuz nach weiteren 9 Wochen zu uns nach Hause nehmen.
Nachdem wir wußten, dass Akitas zwar selbständig denkend sind, man aber auch sie erziehen muss, wollten wir nicht gleich einen weiteren Hund zu uns nehmen. Wir gaben Emiko die Möglichkeit, sich zu entwickeln. 
   Es gelang uns hervorragend, Ausbildung in der Hundeschule war schnell abgehakt. Stattdessen machten wir mit Emiko die Jagdhundeausbildung. Es war für Emiko super, da sie ihren Jagdtrieb und ihr eigenes Naturell dadurch ausleben konnte. Selbstverständlich machte auch ich die Jagdausbildung. Bin nun ausgebildeter Jäger. Allerdings außer unzähligen Tontauben habe ich noch nie etwas erlegt :-) 
   Ich machte die Ausbildung für Emiko um mit ihr "Jagen" zu gehen. Somit hatte sie die Chance "jagen" zu dürfen ohne in Gefahr zu geraten irgendeinem Wild zu schaden. 

Zu meiner Person: Was soll man denn da bloß schreiben?!

 

Jeder Anfang ist schwer, und besonders schwer ist es, damit zu beginnen, über sich selbst zu schreiben.

 

Als Kind war ich ein richtiger Lausbub, wie er im Buch geschrieben steht. Meine Mutter schätzte das gar nicht und hatte leider kein Verständnis für meine umfangreichen Ideen, mich zu beschäftigen (wie schade). Am meisten inspirierte mich mein Bruder, dem ich natürlich um nichts nachstehen wollte und das funktionierte sehr gut. Zum Glück gab es in der Familie nicht noch mehr Buben, sondern 3 Schwestern, die mehr oder weniger den ruhenden Pol gebildet haben, sonst wäre es perfekt chaotisch geworden und wahrscheinlich wäre alles außer Kontrolle geraten.

 

Eines Tages wachte ich auf und das Berufsleben stand mit erhobenem Zeigefinger vor mir und forderte mich auf, etwas zu tun. Ich entschloß mich, mit der Süße des Lebens zu beginnen und versuchte es mit einer Bäckerlehre. Nach kurzer Zeit wurde diese Süße sauer, da man wohl keinem Menschen zumuten kann, zu unmenschlichen Zeiten aus dem Bett gestoßen zu werden, um in Mehl, Eier, Zucker und sonstigen Zutaten herumzuwühlen – vor allem dann, wenn man leidenschaftlich gerne schläft.

 

Unter dem Druck meiner Eltern, die unbedingt wollten, daß ich einen Beruf erlerne, quälte ich mich zwei Jahre durch die Lehre zum Einzelhandelskaufmann. Nachdem ich mit 16 Fahnenflucht beging, d.h. mich nichts mehr im elterlichen Haus halten konnte, mußte ich genug Geld verdienen, um mir die Miete zu meiner Wohnung leisten zu können. Somit versuchte ich es mit diversen Tätigkeiten (Schlosser, Tankstellenwart, Bautätigkeiten u.v.m.), von denen ich mir mehr Geldregen versprach. Irgendwann verschrieb ich mich schließlich dem Gastgewerbe, bei dem ich auch für viele Jahre Freude gefunden hatte. Bis 1994 arbeitete ich in Österreich, danach entschloß ich mich, im Ausland Erfahrung zu sammeln. Als erste Station wählte ich Griechenland, wo ich die Fremdsprache erlernte. Jeder, der jetzt denkt, ich hätte Griechisch gelernt, befindet sich im Irrtum, denn die erlernte Fremdsprache war Englisch. Als mir auch Griechenland zu langweilig wurde, begann ich durch einen Teil der Welt zu gondeln. Einige meiner Stationen kann ich hier nennen, z.B. England, Venezuela, Holland, Belgien, Spanien, für alle Stationen wäre kein Platz auf dieser Seite.

 

Im Gastgewerbe hat man ebenfalls eine breite Palette von Lokalitäten zur Verfügung, unter denen man auswählen kann. In meinem Fall durchstreifte ich gehobene Hotels und Restaurants, begab mich in gut bürgerliche Restaurants und versuchte es auch in Diskotheken. Dort konnte ich mein akrobatisches Talent entdecken. Anfangs schwamm ich regelrecht durch den Alkohol und die zerbrochenen Flaschen, doch nach ein bißchen Übung konnte ich meine diesbezüglichen Leistungen als Barmann vollbringen, was mir so manche Frauenherzen zufliegen ließ.

 

Als ich von meinem Auslandstrip wieder in die Heimat zurückkehrte, scharte sich leider kein Willkommenskomitee um mich, das mich mit Pauken und Trompeten begrüßt hätte. Ich wäre sicherlich niemanden böse gewesen, wenn man mich mit Transparenten willkommen geheißen hätte, aber es war leider niemand da. So nahm ich meine 7 Zwetschken, darunter das Allerheiligste,  was ich zu diesem Zeitpunkt besaß, mein Ein und Alles, meinen Computer und ging auf Wohnungssuche. Da ich mein ganzes Herz an das Ding mit dem Bildschirm und der dazugehörigen Tastatur gehängt hatte, dachte ich mir, daß es eine gute Idee wäre, diese neu entdeckte Leidenschaft zu meinem Beruf zu machen. Nach ein paar Kursen, die ich mir alles selbst finanzieren durfte,  stürzte ich mich in die Arbeitswelt, wobei ich erkennen mußte, daß dies gar nicht so einfach war. Ein paar Monate verbrachte ich bei der Firma ABACUS, danach begab ich mich erneut auf die Suche nach einem anspruchsvollen EDV-Job und landete bei B.S.O. in St. Pölten. Nachdem die Anfahrtszeit von Wien nach St. Pölten relativ viel Zeit in Anspruch nahm und ich diese Zeit jedoch anderweitig nützen wollte, streifte ich umher, um den beruflichen Lichtblick in Wien zu finden. Kurz vor der Verzweiflung meldete sich dann doch die Firma PRONET, der ich ab März 2001 meine Arbeitskraft zur Verfügung stellen durfte, bei der es aber auch jede Menge Spaß machte, zu arbeiten. Leider gehörte sie aber zur LCI Gruppe und mußte somit Ausgleich und dann Anschlusskonkurs anmelden. Da ich aber bereits einiges an Erfahrung gesammelt und ich Dank meines Einsatzes sehr viel in dieser Zeit gelernt hatte, konnte ich mit einigen ehemaligen Mitarbeitern der Firma PRONET, unter exzellenter Leitung, neu durchstarten und im Dezember 2001 wurde die Firma COREX EDV-Dienstleistungen GmbH mein neuer Arbeitgeber. Wie es nun mal so ist macht nichts ewig Spaß, somit verließ ich die EDV und begann im Controlling zu arbeiten. Auch diese Ausbildung durfte ich mir selbst finanzieren, aber wenn man gewillt ist etwas zu lernen klappt dass schon. Ich habe mich darauf spezialisiert Firmen die sich im Ausgleich befanden durch diesen zu begleiten. Es war eine sehr interessante Aufgabe, wenn auch manchmal extrem schwierig. Denn wenn in der Kasse nichts ist, hat man es relativ schwer etwas daraus zu entnehmen. Jedoch gelang es mir bei allen Firmen den Ausgleich positiv zu beenden. Etwas dass mich ganz besonders freut ist, dass es noch alle diese Firmen gibt und es jeder einzelnen davon heute relativ gut geht. Es macht mich unheimlich Stolz zu wissen dass ich doch so viele Arbeitsplätze gerettet habe. Es war auch nie nötig am Personal einzusparen, so wie es heute stets gemacht wird. Es wurde eigentlich immer der Rotstift bei der "Obrigkeit" angesetzt. Dort hat es auch am wenigsten geschmerzt :-) 

Im Jahre 2005 habe ich mich dazu entschlossen die Ausbildung zum Fotografen zu machen. Einfach, um das Hobby meiner Frau zu meinem Beruf zu machen. 2007 eröffnete ich mein erstes Studio in Zusammenarbeit mit einem anderen Fotografen. 2009 machte ich die Meisterprüfung als Fotograf und habe in den folgenden 10 Jahren insgesamt 4 Fotostudios eröffnet. Nach 10 Jahren hatte ich aber echt genug vom Fotografieren und suchte eine neue Berufliche Herausforderung. Somit begann ich 2018 die Ausbildung zum Medizinischen Masseur. Nun ja was soll man sagen wenn man mit knapp 50 Jahren auf die Idee kommt Anatomie und Latein zu lernen........ :-)

 

Hobbies habe ich nicht sehr viele, natürlich sind Tiere in jeglicher Art und Rasse mein Hobby. Vor allem ist die Hundezucht mein zur Zeit größtes Hobby, auch das am meisten Zeit verschlingende Hobby. Denn man kann mit den Hunden rund um die Uhr zusammen sein und hat immer etwas zu tun.

   Wie kann es anders sein, auch zu Hause gehört der Computer zu meinem liebsten Hobby. Meine Frau hat sich nicht erst einmal darüber beschwert, aber es ist gar nicht so einfach, die Finger von der Tastatur zu lassen, dabei wäre es besser, die Finger nicht von meiner Frau zu lassen. Der erste Weg, nachdem ich zu Hause eingetroffen bin, führt mich immer noch vor das faszinierende Wunderding der Technik, wobei mich Computerspiele noch nie interessiert haben. 

 

Obwohl ich nie wieder Motorradfahren wollte, brachten mich meine Frau und meine lieben Arbeitskollegen doch wieder auf den Geschmack und seit dem Jahr 2001 trägt mich mein heißes Eisen, eine Honda VTR 1000F, auch durch die Umgebung. In der Freizeit düsen meine Frau, mit ihrer CBR 600F, und ich durch die Gegend und haben schon so manchen schönen Ausflug machen können. Dieses gemeinsame Hobby hilft sogar zeitweise, um meinen Lieblingssport etwas in den Hintergrund zu rücken.

 

Mein absoluter Lieblingssport ist nämlich SCHLAFEN. Ein größeres Glücksgefühl, als seelig zu schlummern und sich auf diesem Weg zu entspannen, kenne ich nicht. Dies wird mir jedoch manchmal zum Verhängnis, weil meine Frau, im Gegensatz zu mir, hyperaktiv ist und sehr oft kein Verständnis für meinen übermäßigen Schlafverbrauch aufbringen kann. Es kostet mich dann viel Mühe, die verlorene Zeit wieder gutzumachen, jedoch bin ich am Ende doppelt so müde wie vorher.

 

 

Eine Lösung für dieses Problem habe ich bis dato leider noch nicht gefunden – auch nicht im Internet!